Prompt-Beispiele für Sales, Content, Outreach und universelle Aufgaben
Diese Seite sammelt erprobte Prompt-Patterns aus dem Tagesgeschäft. Vier Kategorien decken den Großteil der Aufgaben in B2B-Teams ab: Sales für Verkaufsseiten und Headlines, Content für Blog-Artikel und SEO-Recherche, Outreach für Kalt-Mails und Follow-Ups, Universal für Recherche-Briefs und Brainstorms. Jede Kategorie zeigt ein Vorzeige-Pattern in voller Länge, die übrigen Templates sind als Kurz-Liste ergänzt.
Die Patterns sind voll ausgefüllt, nicht in Schablonen-Form. Wer eine Kategorie kennt, kopiert das Vorzeige-Pattern, ersetzt die Branchen-Slots und prüft die Ausgabe gegen die im Pattern dokumentierten Anti-Patterns. Wer noch sucht, liest Abschnitt sechs zuerst und entscheidet über das Aufgaben-Profil, bevor er sich für eine Kategorie festlegt.
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Sales-Prompts mit voll ausgefülltem Beispiel
Sales-Prompts verkaufen ein konkretes Ergebnis, nicht ein Feature. Fünf Patterns decken die häufigsten Aufgaben ab: System-Prompt für Stimme und Qualität, voller Service-Page-Entwurf, gezielte Überarbeitung, Headline-Varianten, Social-Proof-Erzeugung. Das Vorzeige-Pattern S-4 zeigt, wie Headline-Varianten über Konversions-Winkel statt Stückzahl entstehen.
S-4 · Headline-Varianten (gekürztes Beispiel):
Generiere Headline-Varianten über die Konversions-Winkel unten · Varianz statt Stückzahl · für folgendes Angebot:
Leistung: KI-gestützte Predictive-Maintenance-Software für Maschinenbau-KMU
Zielgruppe: DACH-Maschinenbau-Geschäftsführung KMU 50-250 MA
Versprechen: OEE-Lift in 6 Monaten ohne Produktions-Stopps
Varianten pro Winkel wie der Winkel Substanz hergibt:
- Problemfokussiert (benennt den Schmerz)
- Ergebnisfokussiert (benennt das konkrete Ergebnis)
- Neugier-basiert (Frage ohne Antwort)
- Direkt/rational (klares Nutzenversprechen)
Keine Ausrufezeichen. Keine Gedankenstriche. Kein Clickbait. Jede Headline nennt ein branchen-spezifisches Detail.
Weitere Sales-Patterns: S-1 universeller System-Prompt für Stimme und Qualitätsregeln, S-2 voller Service-Page-Entwurf mit 5 Sections, S-3 gezielte Single-Axis-Überarbeitung einer Section, S-5 Testimonial-Erzeugung aus belegten Zahlen. Vollständige Templates im splicelog Prompt-Engineering-Guide.
Content-Prompts für Blog, SEO und Recherche
Content-Prompts laufen typisch im Drei-Schritt: zuerst Themen-Recherche, dann Langform-Schreiben, zuletzt Überarbeitung. Sechs Patterns decken den üblichen Pfad ab. Das Vorzeige-Pattern C-3 zeigt einen Themen-Recherche-Auftrag, der Web-Suche aktiviert und Ergebnisse strukturiert zurückgibt.
C-3 · Themen-Recherche (gekürztes Beispiel):
Recherchiere zum Thema embedded banking für B2B-Plattformen.
Zielgruppe der späteren Artikel: FinTech-CTO oder Head of Engineering bei einer Series-A-C SaaS-Firma in Provider-Evaluierung.
Liefere strukturiert:
- Drei aktuelle technische Architektur-Entscheidungen (Quelle + URL)
- Drei Compliance-Aspekte mit DACH-Bezug (Quelle + URL)
- Drei häufige Auswahl-Fehler aus Praxis-Berichten (Quelle + URL)
- Zwei Vergleichs-Achsen, die in echten Evaluierungen entscheiden
Pro Befund: ein Satz Aussage, ein Satz Begründung, Quellenbeleg.
Keine Marketing-Quellen. Keine unbelegten Zahlen.
Weitere Content-Patterns: C-1 voller SEO-Blog-Artikel mit H1/H2-Struktur und Meta-Description, C-2 Inhalts-Update aus bestehendem Artikel plus neuer Recherche, C-4 LinkedIn-Post-Serie aus einem Artikel, C-5 Section-Überarbeitung mit einer Achse, C-6 White-Paper-Outline aus Themen-Brief. Vollständige Templates im Prompt-Engineering-Guide.
Outreach-Prompts für Kalt-Mail und Follow-Up
Outreach-Prompts erzeugen Mails, die nicht wie KI-Versand klingen. Vier Patterns decken den Verkaufs-Funnel ab: Kalt-Mail, Follow-Up nach Schweigen, Vorbereitung auf Einwand-Behandlung, Deckblatt für Angebot. Das Vorzeige-Pattern V-1 zeigt eine Kalt-Mail mit konkretem Anlass und niedrigschwelligem nächsten Schritt.
V-1 · Kalt-Mail (gekürztes Beispiel):
Schreibe eine Kalt-Mail an Geschäftsführung eines DACH-Maschinenbauers KMU 80-150 MA.
Anlass: jüngste Pressemitteilung über Werks-Erweiterung in Süddeutschland.
Unser Angebot: KI-gestützte Predictive-Maintenance, OEE-Lift in 6 Monaten.
Beleg aus eigener Praxis: ein vergleichbarer Mittelständler, 11 Prozent OEE-Lift.
Vorgaben:
- Erster Satz: konkreter Anlass beim Empfänger, kein Werbe-Opener
- Maximal 120 Wörter
- Sie-Form, sachlich, kein Verkaufston
- Eine konkrete Frage als nächster Schritt, keine generische Termin-Bitte
- Keine Anhänge, keine Links außer einer Referenz-URL
- Keine Ausrufezeichen, keine Gedankenstriche, keine Drei-Adjektiv-Ketten
Weitere Outreach-Patterns: V-2 Follow-Up nach zwei Wochen Schweigen mit neuem Anlass, V-3 interne Vorbereitung auf Einwand-Behandlung im nächsten Call, V-4 Deckblatt-Mail zur Angebots-Übergabe. Vollständige Templates im Prompt-Engineering-Guide.
Universal-Prompts für Recherche und Brainstorm
Universal-Prompts sind kategorie-übergreifend einsetzbar: Texte überarbeiten, lange Inhalte zusammenfassen, Vergleiche aufbauen, Recherche-Briefs erzeugen, strukturiertes Brainstorming moderieren. Das Vorzeige-Pattern U-4 zeigt einen Recherche-Brief, der vor jedem größeren Content- oder Strategie-Vorhaben läuft.
U-4 · Recherche-Brief (gekürztes Beispiel):
Erstelle einen Recherche-Brief für das Vorhaben unten.
Vorhaben: Marktanalyse Predictive-Maintenance-Anbieter im DACH-Mittelstand.
Zweck: Entscheidung über Make-or-Buy für unsere Plattform.
Zeit-Horizont: zwei Wochen.
Liefere:
- Fünf konkrete Recherche-Fragen, je eine pro Entscheidungs-Achse
- Pro Frage: zwei vermutete Antwort-Pfade plus jeweils ein Datenpunkt, der den Pfad belegen würde
- Drei Quellen-Typen, die belastbare Antworten liefern können
- Zwei Quellen-Typen, die unzuverlässig sind (mit Begründung)
- Ein Anti-Muster: was die Analyse wertlos machen würde
Keine Marketing-Quellen als Primärbeleg. Keine LLM-Annahmen als Fakt.
Weitere Universal-Patterns: U-1 Text-Überarbeitung mit einer Stil-Achse, U-2 Zusammenfassung langer Inhalte mit Hierarchie, U-3 Vergleichs-Tabelle aus mehreren Quellen, U-5 strukturiertes Brainstorming mit vier Perspektiven. Vollständige Templates im Prompt-Engineering-Guide.
Wann welches Pattern greift
Die vier Kategorien überlappen weniger, als die Namen vermuten lassen. Eine Entscheidungs-Heuristik nach Aufgaben-Typ:
Wenn der Output verkauft: Service-Page, Headline, Testimonial-Block, Angebots-Mail. Sales mit S-1 als System-Prompt zuerst, dann das passende Sub-Pattern. S-1 deckt Stimme, verbotene Wendungen und Markt-Konventionen ab und gilt für eine ganze Konversation, nicht für einen einzelnen Prompt.
Wenn der Output erklärt: Blog-Artikel, White-Paper, LinkedIn-Serie. Content mit Themen-Recherche (C-3) vor dem Schreiben, danach Überarbeitung (C-5). Wer C-1 ohne vorgelagertes C-3 fährt, bekommt einen plausibel klingenden Artikel ohne belastbare Quellen und doppelt den Aufwand für Fakten-Checks nachgelagert.
Wenn der Output adressiert: Kalt-Mail, Follow-Up, Angebots-Deckblatt. Outreach mit konkretem Anlass beim Empfänger statt generischem Werbe-Opener. Jede Outreach-Mail braucht eine Referenz auf den Adressaten, die nicht aus dem Firmen-Steckbrief stammt, sondern aus einer aktuellen Information über Branche, Markt oder Anlass.
Wenn der Output strukturiert: Recherche-Brief, Zusammenfassung, Brainstorm, Vergleich. Universal, kein vorgelagerter System-Prompt nötig. U-4 läuft typisch vor jedem größeren Vorhaben, U-2 nach jeder langen Quelle, U-3 vor jeder Make-or-Buy-Entscheidung.
Wie diese Beispiele entstanden sind
Die hier gesammelten Patterns sind aus dem Tagesgeschäft destilliert und im splicelog Prompt-Engineering-Guide theoretisch begründet. Jeder Prompt ist voll ausgefüllt für eine konkrete Branche oder einen konkreten Anlass. Wer ein eigenes Pattern bauen will, nimmt das nächstliegende Beispiel als Schablone, ersetzt die branchen-spezifischen Slots und prüft das Ergebnis gegen das CRAFT-Framework (Context, Role, Action, Format, Target).
Die Reihenfolge der Patterns innerhalb einer Kategorie ist historisch gewachsen, nicht workflow-optimiert. In der Praxis läuft Content typisch C-3 vor C-1 vor C-5, Sales läuft S-1 als System-Prompt zuerst, danach S-2 oder S-4. Wer die Patterns als linearen Katalog liest, übersieht die Workflow-Vorgaben in den jeweiligen Pattern-Vorbedingungen. Im Guide sind die Vorbedingungen pro Pattern explizit ausgewiesen.
Häufige Fragen zu Prompt-Beispielen
Funktionieren die Beispiele auch mit Claude oder Gemini, nicht nur ChatGPT?
Ja. Die Patterns sind modell-agnostisch formuliert. Claude verarbeitet die XML-Tag-Struktur (rolle, voice, anti_patterns) besonders robust, Gemini akzeptiert die gleiche Struktur als Plain-Text. Unterschiede zeigen sich erst in der Ausgabe-Qualität, nicht im Prompt-Aufbau.
Warum nur ein Vorzeige-Pattern pro Kategorie und nicht alle Templates voll ausgefüllt?
Diese Seite ist Discovery-Surface, kein Template-Katalog. Die vollständigen Templates mit Slot-System, Compatibility-Picker und Copy-Buttons leben im Prompt-Engineering-Guide. Hier sieht der Leser, welche Patterns existieren und ob sich die Vertiefung im Guide lohnt.
Wie tief kann ich die Beispiele anpassen, ohne die Pattern-Logik zu brechen?
Branchen-Slots (Zielgruppe, Angebot, Beleg) sind beliebig austauschbar. Strukturelle Vorgaben (Antwort-Format, Anti-Patterns, Wortzahl-Toleranzen) sind die Pattern-Substanz. Wer die strukturellen Vorgaben streicht, bekommt durchschnittliche KI-Texte zurück.
Sind die Prompts auf einen bestimmten Markt zugeschnitten?
Die deutsch-sprachigen Beispiele zielen auf DACH-B2B-Kontexte, die englisch-sprachigen Pendants auf US-Märkte. Der zugrunde liegende Aufbau bleibt identisch. Markt-Konventionen (Sie- vs You-Form, Preis-Erwähnung, Social-Proof-Stil) sind in S-1 als Vorgabe-Block enthalten und lassen sich pro Markt anpassen.
Vertiefung in benachbarte Themen
Wer die Patterns systematisch einsetzt, stößt schnell auf drei verwandte Praktiken: Prompt-Versionierung sichert wiederverwendbare Templates gegen Output-Drift, Halluzinations-Reduktion beschreibt, wie strukturierte Prompts fehlerhafte Antworten verhindern, und Custom GPTs verankern S-1-artige System-Prompts persistent in einer wiederverwendbaren Konfiguration.
Für komplexere Anwendungs-Szenarien sind drei weitere Vertiefungen sinnvoll: KI-Agenten kombinieren mehrere Patterns zu einem mehrstufigen Workflow, KI-Automatisierung im Unternehmen zeigt, wie Templates in Prozess-Tools einfließen, und der 2026er KI-Tool-Vergleich hilft bei der Modell-Wahl pro Pattern-Typ.
Prompt-Beispiele · Nächster Schritt
Die vier Vorzeige-Patterns sind sofort einsetzbar. Wer die vollständigen Templates mit Slot-System nutzen möchte, findet sie im splicelog Prompt-Engineering-Guide mit Compatibility-Picker und Copy-Buttons. Wer die theoretische Begründung hinter den Patterns sucht, beginnt mit dem CRAFT-Framework im Guide.
Der häufigste Stolperstein in der Praxis ist nicht das Pattern selbst, sondern die Versuchung, strukturelle Vorgaben zu lockern. Wer Anti-Patterns wegkürzt, weil die Ausgabe ohne sie schneller fertig ist, verliert die Pattern-Substanz und bekommt durchschnittliche KI-Texte zurück. Wer die Vorgaben behält und nur die Branchen-Slots variiert, bekommt vergleichbare Ergebnisse über Wochen hinweg.